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Beim Gmünder Alb-Marathon über 50 Kilometer quälte sich Richard Schumacher vom Sparda-Team auf den dritten Platz. Vereinskollegin Annalena Hofele dominierte das 10 km-Rennen.

Aufgeben kommt nicht in Frage: Wenn Richard Schumacher vom Sparda-Team Rechberghausen gestartet ist, dann zieht er sein Rennen durch, auch wenn es oft mit Schmerzen verbunden ist. So am Samstag beim Gmünder Alb-Marathon, der über einen 50 Kilometer langen Parcours mit 1100 Höhenmetern über die Drei Kaiserberge führt und vom Beutental bis zur Markung Rechberg den Kreis Göppingen durchläuft. Die Vorzeichen für den Donzorfer Langstrecken-Athleten, zweifacher Alb-Marathon-Sieger und vor fünf Wochen noch überlegener Gewinner des Ulmer Einstein-Marathons, waren nicht gut, denn Sehnenbeschwerden ließen kein kontinuierliches Training zu und so musste er mit Defiziten an die Startlinie am Prediger treten. Erwartungsgemäß nahm der auf Nummer eins der Favoritenliste gesetzte Berglauf-Nationalkader-Athlet Benedikt Hoffmann das Heft in die Hand und lief, gefolgt vom Äthiopier Firaa'ol Eebbisaa Nagahoo, dem Feld voraus. Am Hohenstaufen, der bei sieben Grad und Nieselregen in Nebel eingehüllt war, war das Berglauf-Ass dem Sparda-Läufer schon über zwei Minuten voraus, immer noch den äthiopischen Verfolger im Schlepptau.

Bei Kilometer 35 westlich Wißgoldingens waren es schon neun Minuten. Nach 3:14:05 Stunden jubilierte Hoffmann auf der Zielgeraden, nachdem er seinem Kontrahenten noch 62 Sekunden abnehmen konnte. Richard Schumacher folgte 16 Minuten später (3:30:42) auf dem sicheren dritten Rang vor Stefan Lämmle vom TSV Wiggensbach (3:34:16) mit schmerzverzerrtem Gesicht nach. „Heute war es eine richtige Quälerei“, lautete sein Kommentar, war aber in Anbetracht der Umstände mit dem Ergebnis dennoch zufrieden. Stolz auf seine Leistung kann der Donzdorfer Arzt Mike Gold von Albtraum100 sein, der bereits auf dem zehnten Rang in 3:52:42 Std. als Zweiter der M40 finishte. Peter Carle (SGX Uhingen) folgte als 16. nach und stieg in 4:09:53 Std. als Zweiter M50 auf das Podest. Julia Förster (AST) gewann in 4:47:40 Std. die W55.

Derweil hatte sich Annalena Hofele, seit Monatsfrist im Sparda-Trikot, bei der Siegerehrung im 10 km-Lauf eingefunden. Die 20-Jährige hatte in Streckenrekordzeit von 39:35 Minuten vor Tanja Schröder vom Heidenheimer Sportbund (40:47) das Feld distanziert und strahlte mit Teamkamerad Johannes Großkopf um die Wette, der 35 Sekunden hinter dem Äthiopier Getachew Endusi von Quelle Fürth in 32:52 Minuten den zweiten Rang und Platz eins der M30 feierte. Zwei Minuten dahinter hatte sich Sparda-Kollege Alessandro Collerone als Dritter in 34:59 Min. den Sieg in der M40 erkämpft. Daniel Fodor komplettierte in 37:19 Minuten als Siebter das starke Rechberghäuser Ergebnis.

Schnellster Kreisvertreter über 25 Kilometer zum Gipfel des Hohenrechberg war Thomas Böhringer (Sparda) in 2:02:49 Stunden, zwei Minuten vor seinem Kollegen Wolfram Beck, der die M55 beherrschte. Erster an der Wallfahrtskirche St. Maria war Darko Tesic vom SSV Ulm in 1:43:22 Stunden. Ungefährdet vor Lorenzo Zanon (DLC Aalen/1:44:32) erreichte der leistungsstarke M40 die Ziellinie. 2:16:55 Std. benötigte die Adelbergerin Kathrin Baumann-Tischer, ebenfalls vom Sparda-Team, und war auf Rang acht als Zweite W35 schnellste Kreisvertreterin.

Als beste Stafetten-Mannschaft über 50 Kilometer zeichneten sich die Albträumer100 um ihren Vorsitzenden Andreas Bulling aus, die das bisher siegreiche Naturheilpraxisteam Sonja Höpfner in 3:26:54 Stunden mit über neun Minuten Vorsprung hinter sich lassen konnten.


 Alle Ergebnisse vom Lauf unter: https://abavent.de

 Dieser Bericht erschien am 29.10.2018 zuerst in der Logo SWP 200 trans

 Bilderstrecke zum Artikel vom 29.10.2018 in der Logo SWP 200 trans