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Die deutschen Bergläufer waren am Brocken im Harz auf Medaillenjagd. Elke Keller von der LG Filstal kehrte erwartungsgemäß mit W50-Gold zurück.

Fünf Vertreter der Kreisvereine hatten sich in Ilsenburg in Sachsen-Anhalt neben 340 Konkurrenten unter dem Startbogen eingefunden, um bei den Deutschen Berglaufmeisterschaften des Leichtathletikverbandes den 1141 Meter hohen Brocken auf einer 11,7 Kilometer langen Route in Angriff zu nehmen, dessen Gipfel bereits seit 1927 von den Bergläufern erstürmt wird. 25 Minuten vor dem mit fast 1000 Teilnehmern besetzten Traditionslauf wurde das Meisterschaftsfeld auf die Strecke geschickt.

W50-Titelverteidigerin Elke Keller, mit Ehemann Jürgen an der Startlinie, hatte den obersten Podestplatz im Visier und vertraute auf ihre Routine, die sie als Berglaufspezialistin und Trail-Läuferin in zig Rennen in den letzten Jahren entwickelt hatte. „Wir wussten nicht, was uns erwartet“, meinte die Geislingerin, „aber technisch anspruchsvolle Strecken sind ja das, was wir mögen“.

Ein völlig anderes Gefühl beschrieb Markus Weiß-Latzko, Top-Läufer beim Sparda-Team Rechberghausen. Als Straßenläufer mit vielfacher Marathonerfahrung (2:18:06 Stunden) stand er erstmals bei einem Bergrennen an der Startlinie. „Bergläufe habe ich immer aufgeschoben“, gab er offen zu, „da ich nun seit Juli wieder trainiere, wollte ich mich gleich mit dem Team zeigen und das Spaß gemacht“, freute er sich über seinen 35. Platz im Klassement und 20. im Feld der Männer, die er sich in einer Zeit von 59:29 Minuten erkämpft hatte. „Ich bin von Anfang an mit überschaubarer Anstrengung völlig schmerzfrei gelaufen“, zeigte er sich mit seinem Berg-Debüt zufrieden. 

Souveräne 1:11:22 Stunden benötigte Elke Keller bis zum Streckenende auf dem Brockengipfel und ließ ihren Verfolgerinnen, Anke Härtl (1:16:01) und Henriette Thorhauer (1:23:32), beide vom GutsMuths-Rennsteiglaufverein, nicht den Hauch einer Chance. Mit dem 19. Rang unter 107 Frauen unterstrich die W50-Berglauf-Europameisterin einmal mehr ihre Klasse. Ehemann Jürgen erreichte in 1:09:32 Minuten die Ziellinie und zeigte sich als Sechster der stark besetzten Kategorie M55 hochzufrieden. Paul Schaaf (M45) und Peter Schirling (M65) vom Sparda-Team Rechberghausen liefen in 1:07:15 und 1:19:36 Stunden auf die Plätze 14 und 10 ihrer Klassen. Die Gesamtsiege und neue Streckenrekorde feierten Maximilian Zeus von der LG Telis Finanz Regensburg in 51:11 Minuten und Lisa Oed vom SCC Hanau-Rodenbach in 58:28 Minuten.

 

 Bericht von Rolf Bayha in der Logo SWP 200 transvom 03.09.2018