Pünktlich um 16 Uhr fiel am Samstag der Startschuss zum 20. 24. Stunden-Benefizlauf in Uhingen. Erstmals nahmen 16 Teams die Herausforderung an und kämpften auf dem 632m langen Rundkurs in der Stadtmitte Uhingens um jeden Kilometer.

Trotz der Strapazen herrschte eine gute Stimmung auf der Strecke, was sicherlich auch am sonnigen Wetter lag. Aber auch neben der Strecke war einiges geboten, 24 Stunden musizieren, das 3. Uhinger Volksfest, der Verkaufsoffene Sonntag und viele begeisterte Zuschauer, die die Läufer lautstark unterstützten.

Die Taktik bestimmt jedes Team selbst, wobei in der Anfangs- und Endphase in der Regel alle Läuferinnen und Läufer eines Teams ihre Runden im Wechsel drehen. Als Unterkunft dient das Uditorium, hier können sich die Athletinnen und Athleten ausruhen, die Beine hochlegen und sich am hervorragenden Buffet stärken. Das Rennen versprach auch in diesem Jahr wieder sehr spannend zu werden, hatten sich auf der Pressekonferenz doch drei Mannschaften als Favoriten angekündigt. Die Polizei Baden-Württemberg, das Team Getting Tough mit Schauspieler Markus Ertelt und der Gastgeber,  das Sparda-Team Rechberghausen.

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Alle Fotos © Rolf Bayha


Das Sparda-Team, mit Topläufer Markus Weiß-Latzko geriet jedoch bereits in den ersten Stunden ein wenig in Rückstand und musste sich eingehstehen, dass die beiden anderen Teams dieses Jahr einfach besser sind. So lieferten sich die Polizei Baden-Württemberg und Getting Tough ein Kopf an Kopf Rennen. Selbst in der Nacht konnte sich keine Mannschaft absetzten. Erst in den Morgenstunden gelang es den Polizisten die hartnäckigen Konkurrenten ein wenig zu distanzieren. Getting Tough musste allerdings Ausfälle verkraften, zwischen 3 und 5 Uhr in der Nacht fielen die ersten zwei Läufer aus. Nur wenige Stunden später mussten zwei weitere Sportler die Laufschuhe für dieses Wochenende an den Nagel hängen und Getting Tough konnte keine Paroli mehr bieten. Um 9 Uhr war der Vorsprung der Polizei bereits auf fünf Runden angewachsen.

An den Platzierungen der Teams sollte sich nichts mehr ändern, die Abstände der ersten drei Mannschaften waren eindeutig und groß genug. Am Mittag startete jedoch ein harter Kampf um die Einzelplatzierungen, insbesondere bei den Damen. Miriam Köhler vom Sparda-Team Rechberghausen setzte sich bald deutlich mit einigen Runden Vorsprung an die Spitze. Nach 24 Stunden hatte Köhler mit 77 Runden 48,66km auf ihrem Konto. Hinter Köhler wurde Runde um Runde gekämpft. Am Ende gelang dem Sparda-Team mit Carmen Lang der Doppelsieg in dieser Wertung. Lang setzte sich mit nur einer Runde Vorsprung (75 Runden und 47,40km) in einem spannenden Duell in den letzten Minuten an Position zwei und verwies Britta Anderson (74 Runden und 46,77km) vom Team BHW Hameln auf den dritten Platz. Bei den Männern sicherte sich in der Einzelwertung Marcel Höche vom Team Getting Tough mit 86 Runden und 54,35km durch. Auf Rang zwei folgte Klaus-Günther Wiesler vom Team DEHOGA mit 81 Runden und 51,19km und den dritten Rang belegte wiederum vom Team Getting Tough Yannik Bolesch (80 Runden und 50,56km).

Nach 24 Stunden laufen stand auf dem Konto der Polizei Baden-Württemberg ein weiterer Sieg zu buche. Bereits zum neunten Mal insgesamt und dritten Mal in Folge konnten sich die Männer und Frauen in blau durchsetzen. „Wir haben uns ganz auf uns konzentriert und vom Gegner nicht unter Druck setzen lassen. Zudem konnten wir unsere Taktik exakt umsetzen und sind verletzungsfrei geblieben, nur so konnten wir gewinnen“, so die Aussage von Teamchef Günther Vater nach dem Rennen. Vater bedankte sich zudem beim ganzen Team, denn „die Läufer sind für das Sportliche verantwortlich, aber ohne das Team im Hintergrund wäre solch ein Erfolg nicht möglich“. Mit 667 Runden und 421,544km verwies die Polizei das Team Getting Tough, 648 Runden und 409,536km, auf Rang zwei. Teamchef Ertelt war mit seinem Team dennoch „mehr als zufrieden, denn die Ausfälle haben sie hart getroffen und die Straße sei einfach nicht ihr Terrain, im Gelände fühlen sie sich wohler.“ Die Gastgeber, das Sparda-Team Rechberghausen, sicherten sich mit 635 Runden und somit 401,320km wie im Vorjahr Rang drei.

Alle Fotos © Rolf Bayha


Miriam Köhler vom Sparda-Team äußerte sich voller Freude, „es macht richtig viel Spaß, auch wenn es hart ist. Die Stimmung ist toll, die eigene Mannschaft und die anderen Teams sind super drauf, es war einfach eine 24 Stunden Laufparty.“ Überhaupt gab es von den 16 Mannschaften nur positive Rückmeldung an das Organisationsteam und alle helfenden Hände, insbesondere für die tolle Verpflegung. Am Ende der 24 Stunden haben alle Mannschaften 5.351,144km zurückgelegt, was bei 2,50 Euro pro gelaufenem Kilometer eine Summe von 13.377,86 Euro bedeutet. Dieser Betrag wurde von der Sparda Bank auf einen stolzen Gesamtbetrag von 18.000 Euro aufgerundet. Davon bekommt der WLV Baden-Württemberg, die selbst ein Team stellten, 2.000 Euro. 4.000 Euro plus 250 Euro Preisgeld der Polizei Baden-Württemberg gingen an den Verein „Essen für benachteiligte Kinder“ in Göppingen, 5.500 Euro erhielt die „SAB Staufen Arbeits- und Beschäftigungsförderung“ und 6.500 Euro kamen den „NWZ Gute Taten“ zu Gute. Zudem übergab das Sparda-Team Rechberghausen ihr Preisgeld über 100 Euro nach der Siegerehrung an das Hospiz in Göppingen. Des Weiteren spendete die Pizzeria Kälberer zusätzlich 500 Euro an das „Kinderhaus Mittlere Mühle“ in Uhingen. Bürgermeister Wittlinger bedankte sich „bei den Sportlern, der Sparda Bank, dem Handels- und Gewerbeverein, der Freiwilligen Feuerwehr Uhingen, sowie allen Beteiligten, die zum Gelingen einer solchen Veranstaltung beigetragen haben und ist glücklich, dass sich Uhingen von seiner schönsten Seite zeigen konnte“.


 

 

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