Davos, Filisur, Bergün, Keschhütte, Sertigpass, Sertig Dörfli, Davos lauten die sieben Stationen des K 78 im Kanton Graubünden, dem Aushängeschild des Swissalpine und weltweit größten Berg-Ultramarathons.

In der Königsdisziplin bewältigen die Läufer 21 der insgesamt 76,1 Kilometer in hochalpinem Gelände und haben dabei 2560 Höhenmeter zu bewältigen.

Stefan Schmid vom Sparda-Team Rechberghausen war mit von der Partie. Gleich nach dem frühen Start formierte sich eine Spitzengruppe mit dem späteren ukrainischen Sieger Evgenii Glyva, seinem Verfolger Dimitri Tsyganov aus Russland, Läufern aus der Schweiz und Schmid, der an fünfter Position liegend zu seinem Tempo gefunden hatte, bis er bei Kilometer 23 umknickte. Dennoch gab er nicht auf.

An den zwei großen Anstiegen zur Keschhütte und zum Sertigpass hatte das Rennen seine Höhepunkte erreicht und der Sparda-Team-Athlet konnte nach dem extrem steilen und technisch schwierigen Sertigpass-Abstieg wieder an Tempo zulegen. "Ich befand mich hier in einem richtigen Hochgefühl und war überwältigt von der Situation, all die Krisen überstanden zu haben", erinnert sich der Diplom-Biologe nach seinem Zieleinlauf als Gesamt-Zwölfter und erster Deutscher nach 7:37:07 Stunden.

"Die letzten zehn Kilometer bis Davos waren einfach genial und mit keinem Ironman-Finish zu vergleichen", meinte Schmid von seinen Gefühlen überwältigt, "das ist der erste Wettkampf, auf den ich richtig stolz bin." Als Dritter stieg er bei der M 30 auf das Treppchen. Souveräner Sieger war Evgenii Glyva in 6:31:51 Stunden vor Dimitri Tsyganov (6:37:47) und dem Neuseeländer Vajin Armstrong (6:38:34).