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Für Markus Weiß-Latzko vom Sparda-Team Rechberghausen erfüllte sich beim Heilbronner Trollinger-Marathon ein Traum, als er als Sieger gefeiert wurde.

"Ich bin so glücklich, dass ich es nicht nur der Konkurrenz, sondern auch mir selbst beweisen konnte, dass ich noch Marathonlaufen kann", freute sich Markus Weiß-Latzko vom Sparda-Team Rechberghausen nach einem heißen Rennen auf der klassischen Distanz (42,195 km), das er erst auf den letzten drei Kilometern gegen den Äthiopier Addisu Tulu Wodajo in 2:29:28 Stunden für sich entscheiden und den Vorjahressieger Kay-Uwe Müller von der TSG Schwäbisch Hall fast drei Minuten hinter sich lassen konnte. "Ich habe den Sieg vor allem für meinen Kopf gebraucht", gab er preis und erinnert er sich an zwei Jahre zurück, in denen ihm kein erfolgreicher Marathon gelang.

Verletzungen und Krankheiten hatten den 31-jährigen Tübinger Jura-Doktoranden mit einer Bestzeit von 2:18:06 Stunden ausgebremst. Erst vor zwei Wochen musste er in Zürich völlig unterkühlt wegen Eis und Schnee vorzeitig aus dem Rennen aussteigen. Nun hatte frühsommerliches Wetter bis 25 Grad im Schatten für beste Stimmung bei den Läufern und Zaungästen an der bergigen Strecke von Heilbronn ins Zabergäu gesorgt, aber das Laufsport-Ereignis bei seiner 16. Auflage auch derart angeheizt, dass von den gestarteten 6481 Läufern 150 Teilnehmer das Ziel nicht erreichten.

Auch Richard Schumacher kämpfte im Sparda-Team-Trikot mit der Hitze und musste sich nach seinem Finish als Fünfter in 2:43:52 Stunden von den Sanitätern im Stadion mit Kreislaufproblemen behandeln lassen. Er hatte sich seinen sechsten Auftritt in Heilbronn anders vorgestellt, nachdem er beim Trollinger auf eine Bestzeit von 2:29:27 im Jahr 2010 und vier zweite Plätze zurückblicken kann. "Die Wärme hat mich geschafft", klagte der sonst von schwierigen Bedingungen unbeeindruckte Vielstarter mit zahlreichen Siegen auf den langen Strecken. Auf der schwierigen Strecke mit fast 400 Höhenmetern noch einen lockeren Eindruck machte dagegen Triathletin Ulrike Herzog vom WMF-BKK-Team des AST Süßen, die als Gesamt-Vierte bei den Frauen und Zweite der Altersklasse W30 in respektablen 3:11:18 Stunden einen weiteren Erfolg verbuchte. Michael Kothe vom AST wurde in 3:54:27 Stunden 33. der Klasse M45.