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Sieben Jahre ist es her, dass er letztmals auf dem Treppchen bei der DJK-Winterlaufserie im Göppinger Bürgerhölzle gefeiert wurde. Nun hat Johannes Großkopf vom Sparda-Team Rechberghausen seine zweite Chance, sich nach dem dritten Lauf im Februar die Krone aufzusetzen. 

Nach dem erkältungsbedingten Ausfall seines in den letzten vier Jahren siegreichen Vereinskollegen Markus Weiß-Latzko stand der Bettringer Ausdauersportler im Mittelpunkt seiner Mannschaft, die mit 25 Teilnehmern angetreten war. „Eigentlich wollte ich es nach meiner Wettkampfpause seit dem Albmarathon langsam angehen lassen“, meinte Hannes, wie ihn alle kurz nennen, „nun muss ich gleich alles geben, um Markus würdig vertreten zu können“, fügte er an und registrierte seine Konkurrenz, die sich an der Startlinie eingefunden hatte. 

Der Süßener Bundesliga-Triathlet Michael Haas, aktueller Europameister über die olympische Distanz, Jochen Müller von der Feuerwehr Jebenhausen, Sieger beim Lichtenwald Halbmarathon, sowie mehrere Athleten vom Hansalog Services-Team Göp­pingen und vom VfL Waiblingen hatten wie Großkopf einen ­Po­destplatz im Visier und fie­berten dem Startschuss entgegen, der tra­ditionell von DJK-Abteilungs­leiter Rudi Viehmaier abgegeben ­wurde.

In der ersten Runde durch den Spitalwald hatte sich Großkopf bereits 25 Sekunden von Michael Haas (AST) und Hannes Bitterling (Tri-Team) abgesetzt und machte mit einem klaren Sieg in 33:34 Minuten seine Leistungsstärke deutlich, mit der er sich die beste Saison seiner Karriere verdient hatte. Bitterling (34:25), Haas (34:32) und Daniel Hiller vom VfL Wailbingen (35:54) folgten mit deutlichen Rückständen nach. In die Top-Ten lief auch Jochen Müller von der FW Jebenhausen (36:39).

Das Frauenrennen dominierte Lea Sophie Keim vom AST Süßen, die in Tanja Massauer vom Sparda-Team Rechberghausen und Bergläuferin Elke Keller von der LG Filstal nicht die befürchtete Konkurrenz hatte. Die Triathletin, Landesmeisterin bei den Aktiven, finishte nach 40:03 Minuten, nachdem sie die zweite Runde schneller gelaufen war, und verwies Tanja Massauer (42:25) und Anna Westbrock aus Schwäbisch Gmünd (43:21) auf die Plätze. Beide Mannschaftssiege feierte das Sparda-Team.

Hart gekämpft wurde auf der Zielgeraden zum DJK-Vereinsheim „Bürgerhölzle“ im Jedermannlauf über fünf Kilometer. Erwartungsgemäß wurde der frühere Filstal-Athlet Max Berner, heute SG Schorndorf, als Erster in 16:52 Minuten gemessen, wobei er den Streckenrekord nur um eine Viertelminute verfehlte. 25 Sekunden später rannte Julian Staudenmaier (LG Filstal) unter das Zielband, deutlich vor Kai Dahlhaus vom VfL Waiblingen (17:42). Als 20. im Gesamtklassement lief die Triathletin Kerstin Flüß vom TB Cannstatt auf das Siegerpodest (21:45), Team-Kollegin Daniela Weiss (22:01) und Katrin Kaufmann vom SV Vaihingen (23:04) dahinter.

Beherzt zur Sache gingen die Kinder und Jugendlichen bei den beiden Nachwuchsläufen auf den bewährten Strecken über 1,2 und 2,2 Kilometer. Im Sekundentakt ging es über die Ziellinie. Bei den Kindern gewann Tim Kottmann vom TSV Wäschenbeuren in 4:21 Minuten, vier Sekunden vor seinem Vereinskameraden Nils Frey und fünf vor Mika Fender vom TGV Holzhausen. Schnellstes Mädchen war Sophia Csulits, ebenfalls vom TGV Holzhausen (4:27), der Lara Windelband im Trikot der TSG Eislingen (4:33) und Lea Schröder von der Turnerschaft (4:35) folgten.

Den Jugendlauf gewann der in der ersten Runde noch an dritter Stelle liegende Joshua Buchenau (TSG Esslingen) in 6:59. Er ließ Finn Frey (Maitis/7:03) und Antonio Popa (LGF/7:19) hinter sich. Erfolgreichstes Mädchen war Josephine Seerig (7:04). Der Göppingerin folgten Emma Fischer (7:12) und Leonie Dabrunz (7:21), beide von der TSG Esslingen.


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Dieser Bericht erschien zuerst in der NWZ vom 18.12.2017