mwl-team-sieg

Beim Gmünder Alb-Marathon erkämpfte sich Richard Schumacher (Sparda-Team Rechberghausen) über 50 km die deutsche Vizemeisterschaft. 

Der Hattrick war angepeilt, aber eine Erkältung in der vorletzten Woche machte dem zweifachen Sieger Richard Schumacher vom Sparda-Team Rechberghausen einen Strich durch die Rechnung. Schon am Hohenstaufen, der ersten Prüfung auf der schweren Route über die Dreikaiserberge mit 1100 Höhenmetern, hatte der 34-jährige Donzdorfer Kreislaufprobleme und befand sich an dritter Position hinter dem führenden Kai-Uwe Müller (Schwäbisch Hall) und Frank Merrbach (Berlin). Mit seinem unbändigen Willen bekam er zwar seinen Berliner Kontrahenten im letzten Drittel noch in den Griff und nahm ihm bis ans Zielgerüst auf dem Gmünder Johannisplatz in 3:26:50 Stunden noch fast drei Minuten ab. Gegen den auftrumpfenden Müller, beim 24-Stunden-Lauf in Uhingen fürs Sparda-Team im Einsatz, hatte er jedoch keine Chance. Augenscheinlich noch leichten Schrittes rannte der Haller in 3:17:59 Stunden auf das Goldpodest, Schumacher auf Platz zwei gewann Gold in seiner Klasse.

Weiteres Gold in den Kreis holte das Geislinger Ehepaar Elke und Jürgen Keller von der LG Fils­tal. Während sich Elke nach einer langen Saison als 13. Frau nach 4:40:05 Stunden ins Ziel schleppte und erst verhalten über ihren Klassensieg freute, glänzte Jürgen als 23. im Klassement der Männer (4:08:27), Deutscher Meister der M55 und Dritter beim Europa-Cup der Ultramarathons. „Eigentlich wollte Elke bei Kilometer 30 aussteigen“, meinte Jürgen Keller, „aber ein did not finish haben wir nicht in unserem Wortschatz.“

Mit dem hauchdünnen Vorsprung von nur einer Sekunde stieg das achtköpfige Staffelteam der Salacher Naturheilpraxis Sonja Höpfner aufs Siegertreppchen, nachdem es die Königsdistanz gegen 54 Mannschaften in 3:38:15 Stunden durchlaufen hatte. Zielläufer war Sparda-Team-Athlet Markus Weiß-Latzko, der im Spurt den Sieg vor dem Team der Dt. Vermögensberatung rettete. Die Ottenbacher Silvesterläufer (Ottsilla-Team) landeten auf dem 18. Platz in 4:25:06 Stunden.

Einige der 83 gestarteten Kreisvertreter konnten Podestplätze ergattern. So rannte im 25-km-Lauf zum Hohenrechberg Tanja Massauer vom Sparda-Team hinter Julia Laub (Mergelstetten/2:00:43) und Anja Carlsohn (Remshalden/2:04:36) in 2:06:22 Stunden als Zweite der W35 auf den dritten Platz. Wolfram Beck (Sparda) stieg in der M55 in 2:02:32 Stunden auf das zweite Podest. Helmut Simon vom AST Süßen wurde Dritter der M70.

Den Zehn-Kilometer-Lauf dominierte Lokalmatador Johannes Großkopf vom Sparda-Team in 32:42 Minuten und stellte den letztjährigen Rekord von Eshetu Zewudie (Fürth) ein. Als Vierter finishte Sparda-Team-Kollege Michael Digel (36:11) als Sieger der M40. In aufsteigender Form lief der Neu-Rechberghäuser Daniel Fodor (37:53) als Siebter auf den vierten Platz bei den Männern. Marko Glassner vom Tri-Team Göppingen wurde in 39:58 Minuten Zweiter der M40, Andreas Sauner (LG Filstal) in 41:05 Minuten Zweiter der M50. Der Böhmenkircher Albert Baumgärtner gewann in 43:14 Minuten die Jugend U20. Otto Frey (Sparda) stieg in der M70 in 49:18 Minuten auf das zweite Treppchen, Wolfgang Schwegler (DJK Göppingen) aufs erste der M75. Der 82-jährige Herbert Fritz (Sparda) gewann in 1:03:03 Stunden die M80. Vierte bei den Frauen wurde Nicola Wittner von der LG Lauter in 41:15 Minuten. Den Sieg feierte Alicia Maier (Aalen/39:48). Den Jugendlauf über 1,7 Kilometer gewann Jannik Windelband von der TSG Eislingen in 5:50,8 Minuten.

 


 Alle Ergebnisse auf abavent.de

Dieser Bericht erschien zuerst in der NWZ vom 24.10.2017