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Laufspezialist Weiß-Latzko ließ den beim Finale erstmals vom WMF-BKK-Team ins Rennen geschickte Bundesliga-Triathleten Michael Haas schon in der ersten Runde stehen. Bedrängt auf der anspruchsvollen Zehn-Kilometer-Strecke in Richtung Wannenhof wurde der Seriensieger eher von seinem Sparda-Team-Kollegen Johannes Großkopf, der sich in Top-Form präsentierte und mit 33:03 Minuten seinen besten Lauf im Bürgerhölzle ablieferte. 

Nur sechs Sekunden hatte Weiß-Latzko nach einer harten Trainingswoche mit 150 Laufkilometern noch nach vorne Luft. 32:57 Minuten zeigte die Stoppuhr, als er am Anschlag laufend über die Ziellinie hechtete. „Ich hörte Schritte und wähnte Boris Rein hinter mir“, sagte Weiß-Latzko und schnappte nach Luft, „dass das unser Hannes ist, hätte ich nicht gedacht“, zollte er seinem Team-Kameraden Respekt.

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Auf Rang drei finishte der Pliez­häuser Boris Rein bei seinem Debüt in Göppingen. Der Mittelstreckler, Vierter über 1500 m bei den Hallen-Landesmeisterschaften, mischte an der Spitze mit und finishte in 34:13 Minuten. Triathlet Haas folgte 24 Sekunden später. Der Sigmaringer Silvesterlaufsieger kannte die Strecke nicht und erschrak vor den steilen Anstiegen im Wachtert. In der zweiten Runde resignierte er: „Bei Kilometer sieben hatte ich die Spitze aus den Augen verloren“, gab er offen zu, „dass die Strecke so schwer ist, hätte ich nie geglaubt.“ So musste er sich mit Platz vier zufrieden geben.

Einen tollen Zweikampf lieferten sich die AST-Triathletinnen Lea Sophie Keim (40:03) und Julia Laub (40:30), als Läuferin aber im Trikot des SC Filstal. Keim hatte am Start nur sechs Sekunden Vorsprung, lief in der ersten Runde noch hinter ihrer Rivalin, zeigte aber in Runde zwei ihr Talent und gewann überlegen. Platz drei gehörte Elke Keller, die sich wegen der Landesmeisterschaft im Crosslauf tags drauf schonte. Der Klassensieg W50 war ihr nach 43:28 Minuten sicher.

Im Fünf-Kilometer-Lauf, den das Triathlon-Team Göppingen mit den fünf ersten Plätzen dominierte, setzte Heiko Thiele mit einem überragenden Streckenrekord von 16:17 Minuten ein Glanzlicht. Zwei Jahre zuvor hatte ihn Michael Digel mit 16:54 Minuten markiert. Seriensieger wurde Michael Röhm, der beim dritten Durchgang mit 16:52 Minuten seine schnellste Zeit lief. Der Tagessieg bei Frauen ging deutlich an die Pliezhäuserin Katja Fischer in 20:38 Minuten vor der Drackensteinerin Larissa Staudenmaier (22:29). Den Seriensieg feierte die Tagesdritte Annika Renner von der TSG Giengen.

Seriengewinnerin des 2,2 km-Jugendlaufes wurde Alisa Freitag von der TSG Esslingen. Mit ihrem Tagessieg von 7:07 Minuten und dem Serienabstand von fast einer Minute zur Zweiten, Josephine Seerig vom AST Süßen, lief die W15-Läuferin ein perfektes Rennen. Schnellster Schüler war Leon Schall vom TB Neuffen vor Finn Frey (TSV Wäschen­beuren). Tränen gab es im Kinderlauf über 1,2 Kilometer, als die bislang führende Finja Willnich (LG Filstal) auf Rang sieben in der Tageswertung durchgereicht wurde. Ihren Seriensieg hatte sie aber vor Tim Kottmann vom TSV Wäschenbeuren und der zeit­gleichen Nora Schall noch mit neun Sekunden Vorsprung sicher.

 Bericht in der NWZ vom 20.02.2017

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