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Stress herrschte an den Nachmeldetischen in der Ottenbacher Gemeindehalle, das Kaiserwetter am letzten Tag des Jahres hatte 485 Teilnehmer zum Start unter dem Hohenstaufen motiviert. 

So herrschte rege Betriebsamkeit und beste Stimmung im Sportzentrum „Im Buchs“. Schließlich gingen die Startnummern aus und mussten durch Notnummern ersetzt werden, die bei anderen Läufen nicht benötigt wurden.

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„Mit so vielen Startern hatten wir nie gerechnet“, gab Bernhard Businger zu, seit vielen Jahren im ganzen Land als Zeitnehmer für die Firma Abavent unterwegs und bei den Kreisvereinen bestens bekannt. „450 Startnummern hatten wir vorbereitet, nun mussten wir schnell noch zur Reserve greifen“, sagte der Routinier und freute sich über den Erfolg des Ottsilla-Teams, das die guten Ergebnisse der Vorjahre noch überbot.

Der Ottenbacher Bürgermeister Oliver Franz schickte mit seinem Böllerschuss 350 Akteure auf den Zehn-Kilometer-Rundkurs und den 6,5 Kilometer Uli-Kübler-Gedächtnislauf. 41 unter ihnen waren mit Stöcken im Einsatz, um als Nordic Walker die kürzere Strecke anzugehen. Der vierfache Sieger Johannes Großkopf vom Sparda-Team Rechberghausen setzte sich mit Heiko Thiele, zum Jahreswechsel neu beim Triathlon-Team Göppingen mit Trainer Karlheinz Datismann, an die Spitze des Feldes, das sich einem Lindwurm gleich in Richtung Hohenstaufen schlängelte. „Nach Kilometer zwei am Anstieg lief ich schon alleine“, beschrieb Großkopf den Verlauf des Rennens, das im zweiten Abschnitt wegen vieler Wellen schwer zu laufen ist.

Thiele, der den Gedächtnislauf bestritt, blickte auf der Zielgeraden auf seine Stoppuhr und registrierte zufrieden seine Zeit, die ihm mit 22:49 Minuten eine aufsteigende Form bescheinigte. Er hatte auch seine Team-Kollegen Tobias Huber und Benjamin Nagel im Griff, die in 23:35 und 23:50 Minuten folgten und sich über den deutlichen Mannschaftssieg vor dem Team Barbarossa Strom mit Thomas Danneker, Marc und Alexander Bantel freuten. Schnellste Frau war nach der kurzfristigen Absage von Vorjahressiegerin Marlene Windisch wegen einer Erkältung die Straßdorfer Top-Bergläuferin Annika Seefeld, für das Militärische Fünfkampfteam Germany am Start. Die 20-Jährige brauchte 27:04 Minuten, war aber von Windischs Streckenrekord (25:16) weit entfernt. 26 Sekunden länger lief Linda Gold vom SC Heubach-Bartholomä. Platz drei gehörte Sina Wied­mann vom Team Turboschnecken (30:04).

Nach 35:45 Minuten hatte Johannes Großkopf seinen fünften Sieg in Folge nach Rechberghausen geholt. Maximilian von Lippe vom MRSC Ottenbach erkämpfte sich in 36:56 Minuten vor Nikolaj Beer vom Team Allianz (37:15) einen sicheren zweiten Platz. In die Top-Fünf liefen Jochen Müller von der Feuerwehr Jebenhausen (37:25) und Heiko König von der DJK Schwäbisch Gmünd (37:29). Den Sieg bei den Frauen erkämpfte sich erwartungsgemäß Vorjahressiegerin Elke Keller von der LG Filstal. In 42:50 Minuten verwies die Berg­läuferin die Konkurrentinnen Stefanie Wolf (M3/43:29) und die mehrfache Deutsche 100 Kilometer-Meisterin Pamela Veith vom TSV Kusterdingen (44:36) deutlich auf die Plätze. Der Mannschaftssieg ging mit hauchdünnen fünf Sekunden Vorsprung vor der DJK Schwäbisch Gmünd an das Sparda-Team.

Den Schülerlauf über einen Kilometer gewann Noah Raia vom SV Ebersbach in 2:59 Minuten. Schnellstes Mädchen war Helena Nardy vom Rechberghäuser Leichtathletikteam Schurwald in 3:29 Minuten.