Beim Schwäbisch Gmünder Albmarathon bewiesen die Ausdauersportler aus den Kreisvereinen zum Saisonschluss einmal mehr ihre Qualitäten und eroberten zahlreiche Podestplätze.

Die Szenenkenner unter den Zuschauern, die sich bei angenehmem Herbstwetter auf dem Aasrücken zwischen Hohenstaufen und dem Rechberg postiert hatten, trauten kaum ihren Augen, als sie an Position eins den Ironman-Triathleten Michael Wetzel vom AST Süßen erkannten, dessen Startnummer auf eine Teilnahme am 50 Kilometer-Marathon hinwies, der mit 1100 Höhenmetern über Hohenstaufen, Rechberg und Stuifen als schwerster und größter Ultramarathon Süddeutschlands gilt, ist es doch für einen Triathleten ungewöhnlich, auf dieser Strecke mit zu mischen. Doch sein Debüt auf der Ultrastrecke war ein Erfolg, denn am Ende büßte er im Kampf gegen Sieger Mirco Berner aus Kempten und seinen AST-Kollegen Richard Schumacher nur zwei Plätze ein

Bei 3:35:32 Stunden blieb seine Uhr im Ziel stehen und bescheinigte dem Dreikämpfer zwölf Minuten hinter Berner und knapp zehn hinter Schumacher eine tadellose Leistung. "Um den Ausgang zu bestimmen, hat es erwartungsgemäß nicht ganz gereicht, aber mit meiner Zeit als Dritter bei meinem ersten Ausflug zu den Ultras habe ich mich doch ganz ordentlich geschlagen", erklärte Wetzel. Richard Schumacher, mehrfacher Ulmer Marathon-Sieger, musste wie im Vorjahr mit Rang zwei vorlieb nehmen. Bei den Frauen siegte Karin Kern (LAV Tübingen) in 4:06:00 Stunden. Die letztjährige Barbarossa-Berglaufsiegerin aus Wäschenbeuren verdiente sich zudem Gold in der Supermarathon-Europacup-Wertung.

Einen Dreifacherfolg feierten die Kreisvereine über die 25 Kilometer bei den Frauen. Miriam Köhler vom Sparda-Team Rechberghausen gewann in 2:02:02 Stunden vor Elke Keller (LG Filstal) in 2:05:15. Die Geislingerin feierte den Sieg in der W45 und blieb deutlich vor Erzrivalin Nicola Wittner (LG Lauter), die in 2:08:45 Stunden Dritte wurde.

Bei den Männern war der Schotte Robbie Simpson in 1:32:54 Stunden eine Klasse für sich. Er hatte auf dem Aasrücken bei Kilometer 20 bereits sieben Minuten Vorsprung. Alessandro Collerone konnte sich nach seinem zweiten Vorjahresplatz einmal mehr nur mit Silber schmücken. In 1:42:48 Stunden finishte der Eislinger unbedrängt vor Hauke Dutschak (Winnenden/ 1:43:19). Auf die Plätze 17 und 21 rannten die Sparda-Team-Kollegen Wolfram Beck (1:56:58) als Sieger der M55 und Dieter Zimmermann (1:58:58), Zweiter M50. Jürgen Keller (LG Filstal) folgte als Zweiter der M55 in 2:00:15 Stunden nach.

Die Ehre im 50-Kilometer-Stafettenlauf gab sich nach seinem Karriereende vor über zwei Jahren der Süßener Markus Brucks (Sparda-Team Rechberghausen) und feierte mit der Mannschaft "Nanni 50" mit Michael Haak, Gerhard Rupp-Heim und Marco Höpfner nicht nur den runden Geburtstag von Mitläuferin Annette Kopp, sondern in 3:51:51 Stunden auch den zweiten Platz unter 32 Mannschaften mit rund drei Minuten Rückstand hinter dem zehnköpfigen Team der Feuerwehr Schwäbisch Gmünd.

Ebenfalls auf das zweite Treppchen stieg in seiner Heimatstadt der Gmünder Hannes Großkopf vom Sparda-Team Rechberghausen. Im Vorjahr im Zehn-Kilometer-Lauf noch als Sieger gefeiert, musste er sich diesmal dem Aalener Juniorenläufer Christoph Wallner (35:42) mit über einer Minute Rückstand geschlagen geben, bestieg aber das Siegertreppchen der M20. Sechster im Klassement wurde Andreas Hinterschweiger von der DJK Göppingen (39:09), Dritter M45.

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