Mit dem vierten Platz, sieben Sekunden hinter Sieger Rico Schwarz aus Erfurt, lieferte Markus Weiß-Latzko (Sparda-Team Rechberghausen) beim 34. Bietigheimer Silvesterlauf im deutschen Top-Feld sein bestes Rennen des Jahres ab.

Jubelnd bog Markus Weiß-Latzko am Bietigheimer Eisenbahn-Viadukt in die lange Zielgerade ein, nur den Erfurter Rico Schwarz, den Kenianer Dickson Kurui und Timo Göhler vor sich. Im Sekundenbereich ging es nach 11,1 schnellen Kilometern über die Ziellinie, die Schwarz in 33:39 Minuten zum zweiten Mal nach 2012 als Sieger erreichte und der favorisierten kenianischen Konkurrenz noch vier Sekunden abnahm. Weitere zwei Sekunden reichten Göhler zu Rang drei. Er spürte Weiß-Latzkos Atem, denn der baden-württembergische Crossmeister folgte ihm in 33:46 Minuten und war 24 Sekunden schneller als im Vorjahr. "Ich konnte heute auf der profilierten Strecke in Bietigheim mein bestes Rennen über diese Distanz abliefern", jubilierte Markus Weiß-Latzko nach einem fantastischen Finish. "Die anderen waren eben den Tick spurtstärker", ergänzt der Sparda-Team-Läufer, der über weite Teile des mit 3600 Läufern besetzten Rennens geführt hatte. Er kannte seine Form, die er beim DJK-Winterlauf vor zwei Wochen im Bürgerhölzle eindrucksvoll demonstriert hatte. "Ich musste es über ein hohes Grundtempo machen und habe bei Kilometer acht die Entscheidung gesucht", erinnert sich der 30-jährige Jura-Doktorand. Trotz einer 30 Meter-Lücke konnten die starken Konkurrenten wieder aufschließen und das Rennen dann im Spurt entscheiden.

Für ein weiteres Highlight sorgte in den Enzauen die zurzeit größte deutsche Nachwuchshoffnung auf der Langstrecke, die 17-jährige Alina Reh vom TSV Erbach. Die im letzten Jahr noch Viertplatzierte lief als Jugendliche in 37:10 Minuten, deutlich vor Annett Horna (LC Rehlingen/37:55) und Hanna Klein (LG Limes-Rems/38:34) unter den Zielbogen. Achte wurde Triathetin Julia Gajer vom AST Süßen im Trikot von Team Erdinger Alkoholfrei. Ein tolles Ergebnis erreichte Julian Staudenmaier (LG Filstal) in 40:57 Minuten und Platz drei bei der U18.