Mit zwei neuen Streckenrekorden setzten Markus Weiß-Latzko vom Sparda-Team Rechberghausen und Jakob Urbez vom Runnersprint-Projekt dem gelungenen Süßener Stadtlauf das i-Tüpfelchen auf.

Mehr als 800 Teilnehmer, weniger als in den vergangenen Jahren, zählte die 18. Auflage des Süßener Stadtlaufes. Manche hatten die schwarzen Wolken, die sich bis kurz vor Beginn der Schülerstaffeln am Himmel zeigten, offenbar davon abgehalten, sich in die Nachmeldelisten einzutragen.



Doch das Wetter meinte es - zumindest während der Läufe - gut mit den Sportlern und den Zuschauern. Während die Stadtflitzer der Süßener Schulen, der Nachwuchs beim Lauf über 1,73 Kilometer und die Hobby- und Leistungssportler auf dem zehn Kilometer langen Kurs ihre Runden drehten, zeigte es sich von seiner besten Seite und trieb den Akteuren den Schweiß aus den Poren, um jedoch nach dem Zielschluss mit einem Platzregen gleich wieder für Abkühlung zu sorgen.

Jakob Urbez von der LG Filstal, in Süßen für das Runnersprint-Projekt seines Trainers Karlheinz Datismann am Start, und Top-Marathonläufer Markus Weiß-Latzko vom Sparda-Team Rechberghausen sorgten für Hochspannung in ihren Rennen.

U 18-Läufer Urbez hatte den Streckenrekord von Jonas Oppermann (Dornstadt) aus dem Jahre 2006 im Jugendlauf über 1,73 Kilometern (5:30) im Visier, gab deshalb vom Start weg Vollgas und lief dem Feld nur voraus. Der einzige Konkurrent war die Zieluhr, die unter lautstarkem Beifall des Publikums bei 5:14 Minuten in neuer Streckenrekordzeit angehalten wurde.

Gleiches konnte im Hauptlauf verfolgt werden. Weiß-Latzko, der sich bei seinem Süßen-Debüt die Streckenrekord-Verbesserung von 31:36 Minuten seines Team-Kollegen Markus Brucks aus dem Jahre 2004 auf die Fahne geschrieben hatte, eilte gleich nach dem Startschuss von Süßens Stadtoberhaupt Marc Kersting dem Feld voraus und war bereits in der zweiten Runde außer Sichtweite seiner Konkurrenz, die sich den Namen nur in Karsten Schubert von der TSG Söflingen, Einstein-Marathon-Gewinner Richard Schumacher (AST Süßen), Michael Digel vom Sparda-Team, Roland Wellert vom TV Uhingen und Tobias Mechel im AST-Trikot verdient hatte. Sie kämpften um die Plätze und waren lange Zeit gleichauf.

In neuer Streckenrekordzeit von 31:12 Minuten rannte Weiß-Latzko in Siegespose über die Zielmatte und jubelte. "Es war nicht so einfach, wie es vielleicht aussah", räumte der Tübinger Jura-Doktorand ein, der bei seinem Rekordlauf schon nach kurzer Zeit zum Überholen der Hobbysportler ansetzen musste. "Ich darf den vorausfahrenden Radler aber ausdrücklich loben", betonte der Sieger, "er konnte es nicht verhindern, dass ich mit Läufern zusammenstieß", meinte er mit einem Lächeln, das Siegesfreude verriet. Auf dem zweiten Platz finishte Karsten Schubert aus Ulm-Söflingen - Vierter im Vorjahr - in 34:11 Minuten. Ihm gelang es, ab der vierten Runde seinen Verfolger Richard Schumacher (34:15) in die Schranken zu weisen.

Bei den Frauen rannte die favorisierte Karoline Brüstle vom TV Neidlingen in 39:37 Minuten auf das Podest. Zu ihr gesellten sich Miriam Köhler von der LG Brandenkopf (40:11) und die frühere Süßen-Siegerin Nicola Wittner von der LG Lauter. Siegerin bei den Mädchen des Schüler- und Jugendlaufes war Franziska Gaugler im gelben Trikot des Hausherrn AST Süßen in 6:49 Minuten.

Alle Ergebnisse auch auf der Homepage des AST Süßen.


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