Marlene Windisch von der TSG Eislingen erkämpfte sich bei der DM im Straßenlauf über zehn Kilometer in Bad Liebenzell in persönlicher Bestzeit den vierten Platz bei den Juniorinnen. Kreisvertreter lieferten insgesamt gute Zeiten ab.

In Bad Liebenzell bei Pforzheim traf sich am 06.September 2015 die deutsche Elite, um ihre Meister auf der Zehn-Kilometer-Strecke im Straßenlauf zu küren.



Viele deutsche Topathleten hatten ein Auge auf die Titel geworfen. Unter ihnen Sabrina Mockenhaupt von der LG Sieg, die ein Vierteljahr nach ihrer Sprunggelenks-OP immer besser in Schwung kommt, U23-Youngster Alina Reh vom TSV Erbach, nationale 5000 m-Meisterin Ende Juli, und Arne Gabius (LT Haspa Marathon Hamburg), der den Test für den Frankfurt Marathon im Oktober suchte, sowie der immer an der deutschen Spitze anzutreffende Regensburger Philipp Pflieger. So waren schnelle Zeiten auf der viermal zu laufenden 2,5 Kilometer-Runde durch die Bäder- und Kurstadt mit nur wenigen Höhenmetern angesagt. Sich mit der deutschen Elite zu messen und gute Zeiten hinzulegen, war auch das Ziel der angereisten Kreisvertreter vom Sparda-Team Rechberghausen, vom Triathlon-Team Staufen und von der TSG Eislingen.

Dass es kein leichtes Rennen werden würde und sie ihre Erwartungen bei ihrem Meisterschafts-Debüt im Straßenlauf nach ihren beiden Siegen beim Barbarossa-Berglauf und ihrem 800 m-Kreisrekord vor Monatsfrist herunterschrauben muss, hatte TSG-Trainer Karlheinz Datismann seinem neuen Schützling Marlene Windisch beim Training in der laufenden Woche vor dem Start in Bad Liebenzell schon eingebläut. So startete die Ex-Frisch-Auf Bundesliga-Handballerin nach Vorgabe ihrer Rundenzeiten mit leicht angezogener Handbremse und ließ sich vom Sog der vorauseilenden Elite nicht mitziehen. Einem Uhrwerk gleich spulte die Debütantin Meter um Meter ab, lief in der zweiten Hälfte sechs Sekunden schneller und erreichte in nicht zu erwartenden 36:48 Minuten den Zielbogen, eindreiviertel Minuten schneller als ihr bisheriger persönlicher Rekord. Ihr Lohn: Platz vier bei den Juniorinnen, Platz 24 im Feld der deutschen Frauen. Weiteres Meistergold nach ihrem 10 000 Meter-Titel verdiente sich die Äthiopierin Fate Tola Geleto, die im Trikot der LG Braunschweig das Frauenfeld dominierte und in 31:56 Minuten Sabrina Mockenhaupt (32:59) und Alina Reh (33:35) deutlich distanzierte.      

Auch Michael Digel vom Sparda-Team Rechberghausen feierte als schnellster Vertreter der Kreisvereine eine persönliche Bestzeit, nachdem er bis zum Ende der dritten Runde hinter seinem Kollegen Johannes Großkopf mitgelaufen war und dann zum Überholen ansetzte, 33:23 Minuten, eine Verbesserung um fast zwei Minuten, zeigte die Uhr am Kurhaus, als der 37-jährige Wangener als 103. Finisher den Zielbogen erreichte (10. M35). Johannes Großkopf folgte, enttäuscht vom Rennverlauf aber zufrieden mit seiner Zeit, in 33:46 Minuten nach. Die Rechberghäuser Mannschaft, die auf ihren verletzten Leistungsträger Markus Weiß-Latzko verzichten musste, komplettierte Alessandro Collerone in 34:12 Minuten (13. M35). So landete das Trio mit dem 25. Platz von 46. Mannschaften im Mittelfeld.         

Hannes Bitterling (34:32/139.) und Benjamin Nagel (34:42/154.) vom Tri-Team Staufen präsentierten sich ebenfalls in guter Verfassung und holten sich das Lob von Trainer Datismann, der die Rennen mit Stoppuhr verfolgte. Bitterling freute sich ebenfalls über eine Bestleistung, drei Sekunden hinter dem Göppinger Ultra-Langstreckenläufer Florian Böhme (TSV Kusterdingen).     

Erwartungsgemäß seiner Favoritenrolle bei den Männern gerecht wurde Arne Gabius, der erst auf der letzten Runde die entscheidenden Meter zwischen sich und seiner unmittelbaren Konkurrenz, Amanal Petros (Bielefeld/28:49) und Philipp Pflieger (Regensburg/28:54), legte.  

Weitere Ergebnisse: Männer: 216. Paul Schaaf 37:03 – 19. M45; außer Wertung: Matthias Häderle 41:09. Frauen: 124. Stefanie Beck (alle Sparda-Team Rechberghausen) 49:17 – 11. W35.


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