Am 26. September wurde in Uhingen der 21. 24-Stunden-Benefizlauf gestartet. Der Favorit, die Mannschaft der Polizei Baden-Württemberg, gewann ganz überlegen den 21. Uhinger 24-Stunden- Benefizlauf, der am Sonntag mit einem stimmungsvollen Finale zu Ende ging.



Der Favorit, die Mannschaft der Polizei Baden-Württemberg, gewann ganz überlegen den 21. Uhinger 24-Stunden- Benefizlauf, der am Sonntag, dem 27.09.2015 mit einem stimmungsvollen Finale zu Ende ging. 

von Karl-Heinz Preusker, NWZ

Wieder war der Uhinger 24-Stunden-Lauf ein Erlebnis für alle Beteiligten, nicht nur die 150 Läufer der 15 gestarteten Mannschaften, sondern auch für das gesamte Umfeld, für Betreuer der Mannschaften, für den Ausrichter Sparda-Team Rechberghausen und alle, die auf Uhinger Seite zum Gelingen der Veranstaltung beigetragen haben: Stadtverwaltung, Turnverein und Feuerwehr, um die drei wichtigsten zu nennen. Viele Läufer, die zum 24-Stunden-Lauf ihre Runden für soziale Zwecke laufen, sind seit Jahren dabei, manche erleben erstmals die Atmosphäre dieses Events, das alle in seinen Bann ziehen kann.

Der Sieger des 24-Stunden-Laufes 2015 ist der gleiche wie in den vergangenen vier Jahren, die Mannschaft der Polizei Baden-Württemberg. Auch wenn dieses Team bereits in der zweiten Runde die Führung übernahm und sie Stunde um Stunde ausbaute, war das sportliche Geschehen auf dem 632 Meter langen Kurs in der Uhinger Stadtmitte interessant. Die anderen Mannschaften lieferten sich spannende Wettkämpfe um die weiteren Platzierungen, die dann feststanden, als es am Sonntag ins letzte Drittel der Veranstaltung ging.

Auf Platz zwei kam die Mannschaft des Veranstalters SpardaTeam Rechberghausen, Dritter wurde der Tennisclub Schorndorf, der auch bei seinem zweiten Auftritt in Uhingen einen sehr guten Eindruck hinterließ. Gleiches trifft auf das Barbarossa-Strom-Team zu, das seinen vierten Platz aus dem vergangenen Jahr verteidigte. Als Fünfte kamen bei ihrem Debüt die Albmarathon Runners ins Ziel.

Nach 16 Jahren als Teamchef der Polizei hatte Günther Vater die Idee, bei seinem letzten Einsatz vor dem Ruhestand zum ersten Mal ein Frauen-Team der Polizei ins Rennen zu schicken. Mit diesem Vorschlag rannte er offene Türen ein, die acht Starterinnen und zwei männlichen Läufer hatte er im Handumdrehen gefunden. Dieses Team zog sich sehr gut aus der Affäre und belegte am Ende den sechsten Platz. Erschwerend kam dazu, dass die zwei Männer bei Halbzeit verletzt ausfielen und die acht Polizistinnen die Aufgabe allein zu Ende führen mussten.

Beim Sieger gab es keine Ausfälle, die acht Männer und zwei Frauen zeigten sehr gute Leistungen und profitierten von der in vielen Jahren entwickelten Strategie. Den weiblichen Part übernahm zum wiederholten Mal Anja Tognotti, erstmals dabei war Lisa Mehl aus Bempflingen, die normalerweise Ultra-Läufe bestreitet, also Marathon (42 km) und mehr.

Auch in den letzten zwei Stunden wurden ehrgeizig Kilometer gesammelt, doch gleichzeitig gab es ein Schaulaufen für die nun zahlreichen Zuschauer. So absolvierten die beiden Polizei-Staffelläufer jeweils nebeneinander die Strecke, andere Teams kamen immer wieder Hand in Hand in den Wechselbereich. Die letzte Stunde stand ganz im Zeichen der Einzelwertung. Damit Johannes Großkopf viele Kilometer sammeln konnte, ließ ihn seine Mannschaft mehrmals zwei, drei Runden hintereinander laufen. So kam Großkopf, der auch nach dem Start die erste Runde als Erster beendet hatte, auf 104 Runden und ließ damit Alice Kolberg vom Team "82erBank e.V.", die lang geführt hatte, noch hinter sich. Aber auch sie kann auf 100 Runden, also 63,2 Kilometer, stolz sein und wie alle Teilnehmer auf ihren Beitrag zu den insgesamt erlaufenen 15.000 Euro an Spendengeldern.